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Entlarvt: Die 50 häufigsten Internetmythen und warum sie falsch sind

Entlarvt: Die 50 häufigsten Internetmythen und warum sie falsch sind

Das Internet ist in aller Munde. Doch bewegen wir uns nicht alle in Filterblasen und lesen nur noch Falschnachrichten? Lassen wir uns von Bots die Meinung vorgeben? Sind Datenmonopole nicht mehr zu brechen? Und ist der globale Süden endgültig abgehängt? Nein, nein, nein – und nein. Und dennoch sind „Internetmythen“, also falsche Vorstellungen von der Wirkung und Wirklichkeit des Internets und internetbasierter Kommunikation, sehr populär.

Dabei gibt es in Deutschland und weltweit große Internetforschungs-Expertise und solide empirische Forschung, die mit den Mythen aufräumen könnte. Hier soll ein Buch Abhilfe schaffen und faktenbasiert, anschaulich und praktisch informieren. Es wird herausgegeben von Dr. Matthias C. Kettemann und Dr. Stephan Dreyer sowie finanziert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.

In einem ersten Schritt wurden die üblichsten Internetmythen gesammelt und 50 Mythen ausgewählt.

Photo by Geniene Powell on Unsplash
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Projektbeschreibung

In Deutsch und Englisch verfasst, kann es im Rahmen des Internet Governance Forums (IGF) als wirkungsmächtiges Tool eingesetzt werden, echtes Internetwissen zielgruppenübergreifend zu vermitteln. Als kreatives und wertiges Giveaway im Rahmen des IGF vermittelt es eine solide Diskussionsgrundlage und interveniert in Prozessen der Desinformation. Organisatorenseitig kann es multimedial nutzbar gemacht werden (online, Print), um wichtige Mythen mit Bezug zu den drei zentralen Themen des IGF wirkmächtig zu entkräften.

Das Internetmythen-Buch trägt auch bei zur Konturierung der wichtigen Rolle von Deutschland und Berlin als Orte der Produktion, Systematisierung und Differenzierung, Vernetzung und Vermittlung von Internetforschung auf globalen Niveau.

Mit diesem Buch können die Organisatoren des IGF 2019 in Berlin eine wichtige Wegmarke in Richtung eines faktenbasierten Diskurses über die wahren Herausforderungen der Zukunft des Internets setzen.

Aufbau des Buches

Inhaltsverzeichnis, Abkürzungsverzeichnis
Vorworte / Einführung der Herausgeber
50 Beiträge, wobei die drei Themen des IGF, ergänzt um den Bereich „Rights and Rules“ als strukturierende Kapitel für das Buch dienen:
  • Rights and Rules: Normen und normative Erwartungen, die unser Online-Handeln strukturieren und rechtfertigen 
  • Inclusion: Fragen des Zugangs und der gleichberechtigten Teilhabe an der Digitalisierung sowie ihrer partizipativen Gestaltung 
  • Data Governance: die technischen, rechtlichen und organisatorischen Aspekte des Umgangs mit und dem Austausch von Daten
  • Security and Safety: Fragen des Datenschutzes, der Datensicherheit und des Schutzes von Menschen, Ressourcen und Infrastrukturen im digitalen Zeitalter 

Beiträge

Erfahrene Autor*innen stellen einen Mythos vor (z.B.: “Im Internet gilt kein Recht”; “Wir haben die Hoheit über unsere Daten längst verloren”, “Der Globale Süden ist für immer digital abgehängt”, “Wir leben alle in Filterblasen”), zeigen welche empirischen Studien diesen widerlegen (mit Verweis auf eine Primärquelle, die nach Möglichkeit Open Source ist) und beschreiben, wie sich die Situation wirklich darstellt.
 
Das Ausmaß pro Beitrag wird auf ca. 1 DINA4-Seite (450 Worte) begrenzt, sodass auch bei kleinerem Druckformat (z.B.: Quadrat auf DIN A6-Basis) die Handlichkeit bewahrt bleibt. Die Herausgeber werden darauf achten, dass die Beiträge kurzweilig und niederschwellig, klar und konzise verfasst sind.
 
Der Aufbau ist bei jedem Beitrag gleich:
  1. Mythos in 50 Worten mit Beispielsartikel/Zitat
  2. Auflösung in ca 350 Worten unter Verweis auf eine (im Idealfall) Open Source Quelle (Peer-reviewte Untersuchung; Urteil)
  3. Fazit in 50 Worten - wie sollte es besser heißen.

Autorinnen und Autoren

Das Leibniz-Institut für Medienforschung, an dem die Herausgeber arbeiten, ist integrierter Partner des Alexander von Humboldt Instituts für Internet und Gesellschaft. Dieses ist Gründungsinstitut des Global Network of Internet and Society Research Centers (NoC), eines globalen Netzwerks von Zentren der Internetforschung. Neben Gesprächen mit Netzwerken der deutschen Forschungscommunity werden die Herausgeber in einem ersten Schritt die Forscher*innen dieses Netzwerks kontaktieren und um Vorschläge für Internetmythen bitten.
 
Diese werden dann in einer Online-Datenbank gesammelt und in einem nächsten Schritt unter Nutzung von Online-Tools priorisiert und final ausgewählt. Schon dieser Prozess schafft einen gewissen „Buzz“. In allen Phasen wird besonderes Augenmerk auf die Präsenz von Forscher*innen aus nichteuropäischen Zentren, wie Südamerika, Afrika, dem arabischen Raum und Asien gelegt werden, um eine globale Relevanz der Mythen und repräsentative Autor*innenbeteiligen sicherzustellen, wobei dieselben Kriterien genutzt werden, wie sie für IGF-Panelvorschläge relevant sind.

Infos zum Projekt

Überblick

Laufzeit: 2019-2019

Forschungsprogramm:
FP2 - Regelungsstrukturen und Regelbildung in digitalen Kommunikationsräumen

Drittmittelgeber

Bundesministerium für Wirtschaft und Energie

Kooperationspartner

Ansprechpartner

PD Mag. Dr. Matthias C. Kettemann, LL.M. (Harvard)
Senior Researcher "Regelungsstrukturen und Regelbildung in digitalen Kommunikationsräumen"

PD Mag. Dr. Matthias C. Kettemann, LL.M. (Harvard)

Leibniz-Institut für Medienforschung | Hans-Bredow-Institut (HBI)
Rothenbaumchaussee 36
20148 Hamburg

Tel. +49 (0)40 45 02 17 36
Fax +49 (0)40 45 02 17 77

m.kettemann@leibniz-hbi.de

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